[Rezension] Blut und Lüge - Andrew Gross
Originaltitel: The Blue Zone
Autor: Andrew Gross
Genre: Actionthriller
Erscheinungstermin: Juli 2007
Seiten: 400
Format: Hardcover
Verlag: Scherz
Preis: 8,95 €
Inhalt: Was machst du, wenn du dich in 24 Stunden aus deinem bisherigen Leben verabschieden musst? Deine Familie, Freunde, deinen Beruf hinter dir lassen musst. Wenn alles, was du bisher als richtig angesehen hast, zu Staub zerfällt. Wenn die Menschen, die du liebst, plötzlich deinen Tod wollen. Was machst du dann?
Benjamin Raab hat es geschafft. Er sitzt in einem luxuriösen Büro in der 47th Street, hat eine treu sorgende Frau und drei liebenswerte Kinder. Dann kommt das FBI, verhaftet Raab, beschuldigt ihn, für einen Drogenboss Geld gewaschen zu haben -- und plötzlich ist auch für seine völlig ahnungslose Familie alles anders.
Am Anfang steht die Familie noch hinter Benjamin Raab. Aber dann wird das Haus der Familie von einer Maschinengewehrsalve fast in Trümmer gelegt. Die Raabs trennen sich von ihrem Oberhaupt und kommen ins Zeugenschutzprogramm. Sie müssen ihre Identität aufgeben, einen neuen Namen annehmen, alle ihre Freunde verlassen und in einer anderen Gegend ein neues Leben beginnen. Alle machen mit -- bis auf Kate, die, frisch verliebt, nicht alles aufgeben will.
Meinung: Als ich den Klappentext gelesen habe, wurde ich sofort neugierig auf den Roman und wurde auch nicht enttäuscht beim Lesen. Man weiß nicht wirklich um was es geht außer das es ein Thriller sein muss indem Blut vergoßen wird, das ist irgendwie spannend finde ich.
Das Buch erzählt die Geschichte von Katie Raab und ihrer Familie sehr rasant und temporeich. Ihr Vater wird vom FBI verhaftet, der einst ein großer Goldhändler und liebevoller Familienvater war. Die kurzen Kapitel von jeweils nur 3-4 Seiten tragen dazu bei, das Spannung aufgebaut wird und der Leser einfach mehr über "das" Familiengeheimnis erfahren will. "Blut und Lüge" ist sicherlich ein Pageturner aber es erzählt auch eine Familientragödie in einem Bereich, der mir vor dem Lesen völlig unbekannt war.Es geht um sogenannte "Zeugenschutzprogramme" und das FBI, das Buch hat mich dazu gebracht mich näher damit zu beschäftigen weil es meiner Meinung nach sehr interessant ist.
Gross's Schreibstil jedoch ist nicht wirklich gut, er benutzt sehr viele auf Dauer stark nervende theatralische Ausdrücke am Ende von Kapiteln. Die sprachliche Ausdrucksweise lässt daher sehr zu wünschen übrig, da Kate auf jeder Seite mindestens einmal in Tränen ausbricht und dies wortwörtlich wiederholt wird. Es scheint so, als würde es ihm an Verben und Adjektiven mangeln. Schade!
Fazit: Andrew Gross Debütroman ist sicherlich lesenswert aber er hat noch Luft nach oben!

