[Rezension] Die Teeprinzessin - Hilke Rosenboom
Originaltitel: Die Teeprinzessin
Autor: Hilke Rosenboom
Genre: Historisches, Liebesgesichte
Erscheinungstermin: September 2007
Seiten: 448
Format: Hardcover
Verlag: cbj
Preis: 16,95 €
Inhalt: 1859, zur Zeit der Opiumkriege: In der Verkleidung eines Jungen tritt die 15 - jährige Betty Henningson eine Handelsfahrt nach China an, um eine Teelieferung entgegenzunehmen. Als entdeckt wird, dass sie ein Mädchen ist, muss sie in Kalkutta von Bord gehen. Betty, beschließt, sich nach Darjeeling durchzuschlagen - und trifft dort unverhofft ihre große Liebe, John Francis Jocelyn, wieder. Welche Pläne aber verfolgt der junge Teehändler wirklich?
Meinung:
Das Buch begann recht vielversprechend, nahm dann aber ständig an Spannung und Fahrt ab. Hilke Rosenboom begeht den inhaltlichen Fehler die Ereignisse in Emden und Hamburg zu ausführlich zu schildern, die Geschichte von Betty ist zwar ganz nett mitzuverfolgen aber von der eigentlichen Abenteuerfahrt erfährt der Leser nicht sehr viel. In Indien angekommen liegt der Schwerpunkt auf der Liebesgeschichte sodass ihre Abenteuer wieder in den Hintergrund geraten.
Außerdem ist sehr vieles im Roman sehr unrealistisch - wie kann eine 17- jährige 60 Kisten Tee über die ganze Welt hinweg transportieren ohne das ein wirklicher Schaden bei der Ware entsteht? Die ständigen "zufälligen" Begegnungen der Personen erscheinen mir auch gekünstelt, es finden oft Sprünge in der Geschichte statt, was den Handlungsverlauf nicht beeinflusst, aber dem Leser den Eindruck verleiht, dass alles nur aneinander gehackt ist. Der Schluss bestätigt nochmals, dass sehr vieles im Buch konstruiert ist.
Interessant ist jedoch Betty's Coming-of-Age Story, denn sie entwickelt sich von einem kleinen Mädchen zu einer selbstbewussten erwachsenen Frau, jedoch auf mindestens 100 überflüssigen Seiten.Für mich gibt es aber auch gelungere Geschichten als "Die Teeprinzessin"!
Fazit: Der erste Teil des Buches begann recht vielversprechend, was im zweiten Teil geschieht ist einfach unglaubwürdig und verdirbt mir den Spaß am Lesen. Schade den das Buch begann wirklich vielversprechend!
