[Rezension] Maria,ihm schmeckt's nicht!
Originaltitel: Maria, ihm schmeckt's nicht!
Autor: Jan Weiler
Genre: Satire, Unterhaltung
Erscheinungstermin: Juni 2006
Seiten: 272 Seiten
Format: Taschenbuch
Verlag: Ullstein
Preis: 9,00 €
Inhaltsangabe:
Nach der Hochzeit verändern sich die Dinge grundlegend - besonders, wenn man wie Jan Weiler in eine italienische Großfamilie einheiratet: "Es gibt nämlich einen riesenhaften Stammbaum, der sich in der Mitte in zwei etwa gleich starke Äste teilt. Man hat sich vor vielen Jahren endgültig zerstritten, aus Gründen, die keier mehr so richtig kennt. Seitdem heißt es vom einen Zweig, er sei blöd, und vom anderen, er sei geizig. Die meisten Männer der einen Familienhälfte heißen Mario (blöd), die meisten Männer der anderen heißen Antonio (geizig). Mein Schwiegervater ist ein Antonio und gar nicht geizig. Jedenfalls lassen beide Familienhälften kein gutes Haar aneinander." Die herrlich komische Geschichte einer unglaublichen Verwandtschaft aus der italienischen Region Molise, die laut ihrer Bewohner "am A... der Welt" liegt.
Meinung:
" Meine Jung - du biste zwar Kartoffel, aber keine dumme Salate."
Ich fand das Buch von der ersten Seite an sehr witzig, die vielen Anekdoten und Stereotypen haben mich ständig zum schmunzeln gebracht. Jan Weiler gelingt es, sich auf humorvolle Weise dem ernsten Thema des Fremdseins und der vergeblichen Überwindung anzunäheren. Die Geschichte von Antonio ist teilweise real, da Jan Weiler selbst in eine italienische Sippe eingeheiratet hat und der andere Teil ist fiktion. Durch seine eigene Erfahrung wirkt die Geschichte sehr glaubwürdig und durchdacht.
Die Geschichte des Schwiegervaters Antonio nimmt den größten Teil in der Geschichte ein, der Leser erfährt in mehreren Episoden seine Geschichte und seine Beweggründe für sein Handeln.
Fazit: Ein witziges aber dennoch auch weises Buch über die Beziehungen der Deutschen mit den südlichen Nachbarn aus Italien!


